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Es herrscht Ruhe in Palm Beach. Aber die neue Saison ist ja auch gerade erst drei Tage alt, noch so frisch wie der Truthahn im Ofen. Amerika feiert an diesem langen Wochenende sein bedeutendstes Fest, Thanksgiving. Da geht man schließlich in sich und nicht nach draußen, auch in PaIm Beach nicht. Die Saison wird schon noch auf Touren kommen, sie muß es, sie muß sogar richtig lustig werden oder quite juicy, wie der Palm Beacher mit einem Hauch von britischem Understatement sagt, das ihm sonst fremd ist. Hier zeigt man gewöhnlich, was man hat. Und das ist nun mal eben das Mehr. Wem's nicht gefällt, der soll nicht kommen. Im Grunde genommen sollte auch der nicht kommen, dem's gefällt. Aber soviel Macht, das zu regeln, haben die mächtigen PaIm Beacher nicht mehr. Leider, denken sie.

Quite juicy. Die vergangene Saison war es auch. Eigentlich ist es jede Saison. Sie muss es ganz einfach sein. Wäre sie es nicht, würde der echte Palm Beacher am Müßiggang zugrunde gehen oder "im siebten Golfloch ertrinken", wie der Barman vom "My Martini" sagt. Das "My Martini" befindet sich in West Palm Beach, das drei Zugbrücken mit Palm Beach verbindet. Trotzdem liegen mehr als sieben Welten zwischen diesen beiden Städten.

Regt man sich in West Palm Beach noch über die alltägliche Kriminalität auf - die Vergewaltigung auf offener Straße, den tödlichen Überfall im Supermarkt, den Mord an Touristen -, tickt man in Palm Beach anders. Wenn schon Mord, bitte schön, dann soll er jedenfalls standesgemäß sein - so wie der, der sich im September in Virginia ereignete. Da hat doch tatsächlich Susan Cummings, 35, ihren Liebhaber, den Polo-Spieler Roberto Villegas, 38, erschossen. Susan ist die Tochter von Sam Cummings, einem der drei größten Waffenhändler der Welt. Roberto Villegas war ein Darling der Palm Beacher

Gesellschaft, die Polo zu ihrem Sport gemacht hat. Villegas verbrachte hier viele Winter.

"Er war ein so hinreißender Junge", sagt die Frau im weißen Chanel-Kostüm, die sich mit einer Freundin zum zweiten Frühstück auf der Terrasse bei Chuck & Harolds sitzt.

"Sie war aber auch reizend", sagt die Freundin, die ein hellblaues Chanel-Kostüm trägt und in ihrem Kelly-Bag nach der Kreditkarte sucht. "Und so sensibel, so friedlich und tierliebend".

"Sie konnte nicht mal einen Polo-Ball hart schlagen. - Armer Sam."

Das sind die Geschichten, die PaIm Beach mag. Und wenn Sam Cummings dann noch, wie geschehen, jenen Anwalt für seine Tochter engagiert, der vor ein paar Jahren Lorena Bobbitt vor Gericht freigepaukt hat, nachdem die ihrem Mann die Männlichkeit abgeschnitten hatte, dann beginnt es langsam juicy zu werden in Palm Beach.

Palm Beach, das ist eine kleine amerikanische Stadt auf einer kleinen amerikanischen Insel, die auf der östlichen Seite vom Atlantischen Ozean umschlungen wird und auf der westlichen vom Intracoastal, einer Wasserstraße, die rund hundert Kilometer südlich bei Miami beginnt und ein paar tausend Kilometer nördlich bei Boston endet. Drei Dinge zeichnen die 10.000-Einwohner-Gemeinde aus: der Uberfluß, das Skandalon und der Unterhaltungswert, den sie nun schon mehr als hundert Jahre aus beiden schöpft.

Damals kam ein gewisser Henry Morrison Flagler auf die Insel. Flagler war ein Abenteurer, einer mit Geld. Er war neben John D. Rockefeller Besitzer der Ölfirma Standard Oil (Esso), die ihn aber nicht recht glücklich machte. Das Geschäft mit dem schwarzen Gold langweilte ihn, seine Passion galt der Eisenbahn und dem Tourismus.

Schon in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatten

Flaglers railroads den Norden des Sonnenstaates erreicht. Wer jetzt von New York nach Jacksonville reiste, der gelangte in nur 29 Stunden an sein Ziel. Flagler baute Brücken, kaufte Zugverbindungen anderer Gesellschaften, schuf Hotels wie das Ponce de Leon in Saint Augustine, und erreichte Anfang der 90er Jahre schließlich Palm Beach, wo er zuerst das Royal Poinciana errichtete und anschließend; 1896, das Palm Beach Inn, das er im Jahre 1900 in The Breakers umtaufte. Als Flagler 1913. starb, hinterließ er nicht nur die wohlhabendste Stadt unter dieser Sonne, sondern auch die Tradition des Skandals, die in Palm Beach so gepflegt wird wie die bis zu sieben Meter hohe Hecke, hinter der sich der Einwohner in seiner spanisch-mediterranen Villa versteckt.

Henri Morrison Flagler soll ein guter Mensch gewesen sein, aber er war auch nicht zimperlich. Man erzählt sich, er habe die Hütten seiner Arbeiter in PaIm Beach abbrennen lassen, während er die Männer und Frauen aus Dankbarkeit für ihr geleistetes Werk zu einem großen Fest nach West Paim Beach geladen hatte. Seitdem hat die Arbeiterklasse auf der Insel nichts mehr zu suchen, jedenfalls nicht als Citizen. So einfach ging das.

Seine zweite Ehefrau (und Krankenschwester der ersten) loszuwerden, kostete Flagler mehr Mühe. Die arme Frau wurde von ihrem Mann im Herbst 1895 in ein Irrenhaus eingewiesen, nachdem sie ihre Verlobung mit dem Zaren von Rußland bekannt gegeben hatte, von dem sie behauptete, er kommuniziere über ein Ouija-Bord, ein Orakel-Brettspiel, mit ihr. Flagler, seinerzeit noch Bürger von New York, wurde vom dortigen Gericht belehrt, daß Irrsinn kein Grund für eine Scheidung sei. Dieses Urteil war für den Unternehmer Grund genug, New York als ersten Wohnsitz aufzugeben und Bürger seiner Wahlheimat zu werden. Im Jahre 1899 wurde er legal Resident von Palm Beach. Zwei Jahre später setzte er vor der dortigen Gesetzgebung durch, daß Irrsinn sehr wohl ein guter Grund sei, eine Ehe aufzulösen.

Die Zeitungen witterten Beute, warfen Flagler Rechtsbeugung vor, beschimpften ihn, das Gesetz gekauft zu haben, und sprachen offiziell vom "Flagler Divorce Law". Den Alten störte das wenig. Er wurde am 13. August 1901 geschieden und heiratete elf Tage später Mary Kenan, 38 Jahre jünger als er und mindestens dreimal so verwöhnt wie ihre beiden Vorgängerinnen.

Den Kenans gehört auch heute noch das Breakers, das nach wie vor eines der schönsten Hotels der Welt ist und der öffentliche Mittelpunkt der sonst so in sich geschlossenen Kommune. Hier finden die meisten Wohltätigkeitsveranstaltungen statt, hier erleichtert der Palm Beacher sein Gewissen und spendet einen Großteil der 9000

Dollar, die er im Jahr und im Schnitt für karitative Zwecke ausgibt. (Das ist Spitze im Land und zehnmal soviel wie der amerikanische Durchschnitt.) Ins Breakers dürfen aber nicht nur die Big spender, jeder darf das Haus am Meer besuchen, ob schwarz oder weiß, ob Christ, Jude oder Moslem. Sogar Journalisten dürfen. Und das ist nicht selbstverständlich. So selbstverständlich wie ein Facelifting oder das einstellige Golf-Handicap ist in Palm Beach nämlich die Segregation, die kein Gewissen zu plagen scheint.

Es wird getrennt, was sich trennen läßt, auch wenn es noch so absurd anmutet. Die Stadt ist bemüht, alles fernzuhalten, was nicht den selbstdefinierten Gesetzen der selbsternannten Oberschicht gehorcht. Das wichtigste Gebot lautet, wie zu Flaglers Zeiten, immer noch: Was stört, muß weg.

Trotz der vielen Charitys, die der Palm Beacher gegen das Elend in dieser Welt veranstaltet, er möchte es nicht sehen. Und seine Vorstellung muß nicht weit schweifen: Elend beginnt für ihn auf der anderen Seite der Zugbrücke, die früher um sechs Uhr abends hochgezogen wurde. Schwarze und Latinos durften dann nicht mehr auf der Insel rumlaufen.

Die Stadt hat immer alles getan, um das gemeine Volk fernzuhalten. Bis 1987 mußte jeder Arbeiter seine Fingerabdrücke bei der Polizei abgeben und einen Ausweis bei sich tragen, in dem auch der beglaubigte Name und die Adresse des Arbeitgebers zu stehen hatte. Ein Jurist aus West Palm Beach führte einen siebenjährigen Rechtsstreit auf der Insel, weil er mit freiem Oberkörper herumgelaufen war. Im Stadtrat gibt es immer wieder heiße Diskussionen, Auswüchse dieser Art zu unterbinden. So wurden Wachposten an den Brücken gefordert oder jedenfalls Überwachungskameras für Autos und Menschen, die die Schnittstelle von Elend und Luxus überschreiten. Auf einer dieser Veranstaltungen wurde dagegen eingewendet, daß es in Amerika Bürgerrechte und eine Verfassung gäbe. Darauf antwortete ein Bürger wörtlich: "Die Verfassung interessiert mich nicht. Dies ist Palm Beach!"

Die PaIm Beacher Geld-Elite besteht aus drei Klassen: Old Guard, New Guard (auch Nouveau genannt) und Outguard. Zur Outguard gehören Menschen wie die Rocksänger Jimmy Buffett oder Rod Stewart, milliardenschwere Wirtschaftsbosse wie Ronald Perelman (Revlon), Charles Bronfman (Seagrams) oder der aus Chemnitz stammende John Kluge (Medien). Aber auch Chantal Grundig gehört dazu, die sich hier vor zwei Jahren ein Haus für 21 Millionen Dollar geleistet hat. Sie alle wollen mit der PaIm Beach Society nichts zu tun haben, profitieren aber von den rigiden Vorschriften, die der Stadtrat beschließt. Dazu gehört auch das Verbot von Tenniskanonen und Rasenmähern vor neun Uhr am Morgen und nach 17 Uhr 30 am Nachmittag. Wer seinen Rasen aber nicht regelmäßig mähen läßt, der wird auch verwarnt oder gleich mit einer Buße belegt.

Die New Guard will auf der Insel mitmischen - und sie tut es. Auch wenn die Old Guard auf sie herabblickt, denn in Palm Beach wird erarbeitetes Geld immer noch geringer geschätzt als ererbtes. Ein Chronist der Stadt hat ausgerechnet, daß man mindestens über ein Vermögen von 30 Millionen Dollar verfügen sollte, wenn man zur Palm Beacher Elite gehören will. Allein der Unterhalt fürs Haus verschlingt Unsummen. Die günstigsten, aber wenig repräsentativen Villen auf der Insel werden um zwei Millionen Dollar gehandelt.

Der teuerste Palast, der zur Zeit auf dem Markt ist, soll 75 Millionen kosten. Er heißt Montsorrel (Berg der Trauer) und gehört Nelson Peltz, der sein Geld in den achtziger Jahren mit leveraged buyouts gemacht hat. Allin zwei Prozent des Haus-Wertes muß der zukünftige Eigentümer bei der Steuer abliefern. Jährlich. Und dann hat er noch keinen Gärtner, keinen Chauffeur und keine Köchin bezahlt. Auch nicht den Coiffeur seiner Frau, der neuerdings immer aus New York ein geflogen wird, weil er eben der Coiffeur ist, den die Zeitschrift ,,W" favorisiert, die Bibel aller Frauen der New Guard.

In PaIm Beach liest man außerdem das "Wall Street Journal" und die "Palm Beach Daily News", die in diesem Jahr ihren hundertsten Geburtstag feiern. Das Blatt heißt bei seinen Lesern "The Shiny Sheet", wahrscheinlich weil es auf ganz weißem Papier gedruckt wird, und man sich die Finger nicht so schmutzig macht wie bei der Konkurrenz aus dem Westen, der "Palm Beach Post". Das "Shiny Sheet" spiegelt gedankenlos das dolce vita seiner Abonnenten. Was in der Welt passiert, ist ohne Interesse. Hier darf sich Donald Trump mit seinen Ex-Frauen bekriegen, hier diskutiert man die Kennedy-Skandale oder die Pulitzer-Scheidungen, hier werden die Feste und Partys vom Vorabend noch einmal gefeiert und die Preise für die Villen in schwindelnde Höhen geschrieben. Die "Daily News" ist aber auch das Zentralorgan der exklusiven Clubs, ohne die Old und New Guard eingehen würden wie Primeln.

Den ersten Club, der Stadt verdanken die Palm Beacher zwei Männern, die sich langweilten: Paris Singer, Erbe von Isaac, der uns die Nähmaschine beschert hat, und Addison Mizner ("MEISSNER"). Beide hatten sich zum Sterben nach Palm Beach zurückgezogen, und als das nicht recht gelang, fragte der eine, der Geld hatte, den anderen, der 60 000 Dollar Schulden und eine eingebildete tödliche Krankheit mit sich herumschleppte, was er anzustellen Lust hätte. Mizner antwortete: Ein Haus bauen, das nicht aus Holz und nicht gelb ist. Damals waren alle Häuser auf der Insel aus Holz und gelb.

Wir schreiben das Jahr 1918 in Europa holen die Kriegsteilnehmer tief Atem zur letzten Schlacht, und Paris Singer besinnt sich, im Schaukelstuhl sitzend, seiner patriotischen Pflicht. Er will den verletzten heimkehrenden Soldaten ein Sanatorium schaffen, das seinesgleichen auf dem nordamerikanischen Kontinent sucht. Da aber Pünktlichkeit nicht zu seinen und erst recht nicht zu Mizners Tugenden gehört, gibt es für die Heimkehrer kein Erholungsheim, sondern für Palm Beach den Everglades Club.

Für den schwergewichtigen Addison Mizner ist das im spanischmediterranen Stil erschaffene Bauwerk das Entrée für eine unglaubliche Karriere. Die reichen Palm Beacher stoßen wahre Schreie der Verzückung bei dem Anblick seiner Baukunst aus und erklären Mizner zu ihrem Darling. Der Architekt, der seinen Beruf nie studiert hat, kann sich vor Aufträgen nicht mehr retten. Selbst die Fehler (Mizner Mistakes), die er anfangs aus Unüberlegtheit macht, werden ihm als Genialität ausgelegt, bestellt und honoriert. So entstehen Häuser mit Treppen, die ins Nichts führen.

Mizner hat mit seiner Architektur das äußere Bild der Insel so beeinflußt wie sein Partner und Geldgeber Paris Singer den Charakter ihrer Bewohner. Noch geschockt von seiner Ehe mit der berühmten Tänzerin Isadora Duncan, die ihn in Palm Beach mit dem ehemaligen Preisboxer und Bademeister Gus McCoy betrogen hatte, stellte er harte Regeln für den Eintritt in den Everglades Club auf. Singer allein entschied, wer die 100 Menschen waren, die zum erlauchten Kreis der Mitglieder gehörten. Und er entschied jedes Jahr aufs Neue.

In dieser Saison, die am Thanksgiving-Donnerstag begann und Ostern endet, hätte Paris Singer nicht den Hauch einer Chance, auch nur einen Fuß über die Schwelle des Clubs zu setzen, geschweige denn ein Mittagessen serviert zu bekommen. Heute ginge es ihm nicht anders als Estée Lauder vor ein paar Jahren. Die Parfum und Creme-Fabrikantin, die in einem der schönsten Häuser am Meer neben dem Breakers wohnt, war von einem Mitglied zum Dinner in den Everglades Club geladen. Als sie ihr Essen bestellen wollte, sagte man ihr, daß es für sie in dem Haus nichts gäbe, und daß sie es leider verlassen müsse.

Das hatte einen einfachen Grund: Estée Lauder ist Jüdin, und Juden ist der Zutritt in diesem Club wie auch im Bath und Tennis Club (B&T), im Beach Club und im Sailfish Club verboten. Wenn man sein Erstaunen darüber ausdrückt, bekommt man zur Antwort: "So ist das nun mal. Dies ist Palm Beach!" Gibt man sich damit nicht zufrieden, wird verblüfft die Gegenfrage gestellt: "Nennen Sie mir einen Grund, warum wir alle diese Menschen mit den komischen Namen, komischen Farben und komischen Religionen aufnehmen sollen?" Und ganz unverblümt antwortet auch der Präsident des B&T dem "Shiny Sheet": "Gemäß der Verfassung der Vereinigten Staaten ist Diskriminerung in Privat-Clubs zugelassen."

Als der Reporter dieser Zeitung mit dem Zahnarzt Mark Roberts

darüber spricht, setzt der noch einen drauf. Er, Roberts, habe einmal in den Semesterferien im Beach Club gearbeitet. Als man dort erfuhr, daß er Jude war, haben sie ihn mitten in der Schicht entlassen. Roberts Mutter war seinerzeit Bürgermeisterin von West Palm Beach. Roberts tröstet sich heute noch damit, daß im B&T auch John F. Kennedy nicht vorgelassen wurde, als er Präsident war. Katholiken waren hier ebensowenig geduldet wie Juden.

Die jüdische Gemeinde auf der Insel hat sich unterdessen den Palm Beach Country Club geleistet, der von den Protestanten - die sich selbst als Christen bezeichnen - The Jewish Country Club genannt wird. Hier darf aber jeder Mitglied werden, vorausgesetzt, er zahlt die 80 000 Dollar Aufnahmegebühr. "Und das können die vom Gaza Strip sich doch gar nicht leisten", erzählt eine Dame mit Kelly-Bag dem Reporter im Bath und Tennis Club. Dann will sie wissen was der Reporter macht. Der sagt, er sei Journalist.

,,Journalist? Journalisten sind hier nicht erlaubt. Wer einen mitbringt, fliegt raus. - Wer hat Sie mitgebracht?"

Als Gaza Strip bezeichnet der echte Palm Beacher jene Apartmenthäuser, die nicht soviel kosten und im Süden der Insel liegen, unweit vom Mar-a-Lago. Das Mar-aLago war durch das Jahrhundert gesellschaftlicher Treffpunkt der Old Guard. Heute gehört es Donald Trump, der aus dem Haus einen Privat-Club gemacht hat. Trump zählt zur Outguard von Palm Beach. Er gilt hier als Parvenue und führt einen Prozeß nach dem anderen gegen die Stadt. Kürzlich zwang er die Räte offenzulegen, welchen Clubs sie angehörten. Inklusive Bürgermeister war fast jeder Mitglied in einem Verein, der sich Antisemitismus auf die Fahne geschrieben hatte. Gestört hat das kaum jemanden.

Dies ist Palm Beach! Hoffen wir, daß die Saison quite juicy wird. Und die Klasse unter sich bleibt.

Was Klasse ist? Geben wir dem ewigen Palm Beacher Chronisten James Jennings Sheeran das Wort, der sie in seinem Buch "The Palm Beach Book of Facts & Firsts" so definiert: "In einer Stadt, in der Klasse im Überfluß herrscht, ist es leichter, sie zu sehen, als sie zu erklären, sie zu fühlen, als sie zu verstehen; fast unmöglich aber ist es, sie zu klonen, zu imitieren oder durch Osmose zu erlangen."

What a pity.

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